17.08.2010

Der zweifelhafte Ruhm des Reglementiertwerdens

Die WHO beehrt die Homöopathie mit einem 50seitigen Bericht zur Sicherheit.

...the safety and the quality of homeopathic medicines has become a major concern for health authorities, pharmaceutical industries and consumers.
 na ja, etwas übertrieben
Homeopathic medicines are based on the principle that high dilutions of potentially active molecules retain a memory of the original substance.
Das "Gedächtnis des Wassers" - vom Quatsch zum Fakt durch ständiges Wiederholen. Ich kenne Homöopathen, die nicht glauben, dass die potenzierte Arznei irgendetwas auch nur im entferntesten Sinne Physikalisches überträgt.
Consistency of product quality is assured by defining appropriate specifications especially for starting materials,...
Dann reden wir doch mal über die Denaturierung der Proteine bei der Sterilisation: Qualität schon von Anfang an im Eimer.
[Switzerland:] The simplified authorisation for products with therapeutic indications requires a complete dossier including proof of quality, safety and efficacy.
Im Lande der grenzenlosen Regulierwut wird das "vollständige Dossier" für die "vereinfachte" Zulassung benötigt. Wie vollständig sieht dann die nicht vereinfachte aus? - Switzerland, zero points.
Ich schätze mal ein Viertel der homöopathischen Arzneien, die ich verwende haben kein vollständiges Dossier und demnach auch keine Zulassung, nicht mal eine vereinfachte... (Sie kommen aus der EU, siehe Standortnachteil Schweiz)

Es gibt bis heute keinen praktikablen in vitro Nachweis weder für Wirkung noch für Wirkungsstärke oder Aequivalenz potenzierter Arzneien. Die ganze Qualitäts- und Sicherheitsdiskussion befasst sich also nur mit dem Prozess. So bleibt das Ganze spekulativ und theoretisch und an der Grenze des Sinns.
Safety Issues in the Preparation of Homeopathic Medicines

13.08.2010

Impflogik 2.0

Schon mal Husten gehabt? Vielleicht wars Keuchhusten, das kommt jetzt auch bei Erwachsenen vor, sagt der (industriefinanzierte) Professor. Als Folge der ungenügend wirksamen Impfung. Das sagt der Professor nicht. Nein, aber weil die Keuchhusten-Impfung nicht wirkt, müssen Sie sich auch als Erwachsener wieder impfen lassen. Logisch, oder?

ars medici

17.06.2010

Kampf um die Daten

Die Amis digitalisieren den Patienten. Das soll ein Milliarden-Business sein. Google und Microsoft haben da schon mal ein paar Pflöcke eingeschlagen. Deshalb werfen sich allerhand "Experten", sprich Informatiker, Politiker und Juristen in den Ring. Und wiederum deshalb kann draus nicht viel werden, schon gar keine "Einsparungen".
Für die Amis ist schon "freedom" ein technisches Problem. Mit der Gesundheit kann es also nicht anders sein. Der Patient besteht aus seinen Messwerten, was denn sonst, denn was nicht gemessen werden kann, ist eh nicht "wissenschaftlich", hat somit keinen Realitätswert oder klarer ausgedrückt: existiert gar nicht.
Die Leistungserbringer (früher auch Ärzte genannt) sind nun freundlich eingeladen die Messdaten zu behandeln. Es bleibt ihnen auch nichts anderes übrig, denn nur für "objektive Krankheiten" bezahlt die Kasse. Auch Patient ist bereits so gehirngewäscht, dass er Krankheit mit Messungen verwechselt. Der Blutdruck muss runter, das Cholesterin auch. Und da diese Werte ihren Namen zu Recht tragen, gehört ihre Verwaltung keinesfalls in die Hand altertümlicher Ärzte, sondern in die Selbstverwaltung des Patienten, der die Administration seiner "Gesundheit" nach Gutdünken outsourced. Darum herum lauern natürlich alle Arten Geier und Hyänen wie Direktwerbung für Medikamente, Datenklau als Geschäftsmodell und Datenschutz genauso, Lebensversicherer (Gentests, Rauchen, Alkohol, BMI...), Krankenkässeler (Vorbehalte) usw. im Ami Newspeak "ecosystem" genannt.

 O'Reilly